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Mittwoch, 5. November 2014

Rezension: "Solange die Nachtigall singt" von Antonia Michaelis



Titel: Solange die Nachtigall singt
Autor: Antonia Michaelis
Seitenanzahl: 448
Genre: Jugendthriller
Verlag: Oetinger
Erscheinungsdatum: September 2012
ISBN: 978-3789142932

Erster Satz:
"Etwas war geschehen."

Inhaltsangabe:
Ein Wald, dessen Nebel tödlich sind. Ein Wanderer, der sich verirrt. Eine Geschichte, die dem Leser den Atem raubt. Nach Abschluss seiner Tischlerlehre begibt sich Jari auf Wanderschaft, um Freiheit und Natur zu genießen. Dabei trifft er auf Jascha, das bezauberndste Mädchen, dem er je begegnet ist, und folgt ihr zu ihrer Enklave mitten im Wald. Gefangen zwischen märchenhafter Schönheit und menschlichen Abgründen wird der harmlose Tischler zum unerbittlichen Jäger. Poetisch und fesselnd erzählt Erfolgsautorin Antonia Michaelis die Geschichte einer Liebe, der kein Geheimnis zu düster und kein Oper zu groß ist

Cover:
Die Gestaltung des Covers gefällt mir sehr gut. Man sieht einen düsteren Wald mit einem verzweigeten Wurzelwerk und die schemenhaften Umrisse einer Gestalt. Auf der Rückseite findet man bei genauer Betrachtung ein paar federn, die Bestandteil der Geschichte sind. Wenn man den Schutzumschlag entfernt, dann hat man ein ebenso schön gestaltetes Hardcover vor sich. Der einzige Unterschied: nun sieht man 3 schemenhafte Gestalten... Titel und Name der Autorin finde ich gut platziert und die Schriftart und -farbe des Titels finde ich passend und schön.

Innengestaltung:
Was mir auch gefallen hat waren die Farbnuancen, die anstelle von Kapitelnummern standen, das war mal etwas anderes. Zudem fand ich es gut, dass die Rückblicke in die Vergangenheit in einer anderen Schriftart geschrieben waren, so konnte man sie besser von der Gegenwart unterscheiden.

Meine Meinung: 
Dies war mein erstes Buch von Antonia Michaelis und ich kann ruhigen Gewissens sagen, dass ich defintiv mehr Bücher von ihr lesen werde, da mich "Solange die Nachtigall singt" von ihrem Schreibtalent überzeugt hat. Die Autorin schreibt sehr poetisch und märchenhaft, ohne jedoch dabei zu ausführlich zu werden, für mich gab es in dem Buch genau das richtige Maß an Beschreibungen. Hinter der "schönen Fassade" aus Märchen und Poesie verbirgt sich jedoch - genau wie in der Geschichte um Jari und Jascha - die grausame Wirklichkeit. Schon am Ende des ersten Kapitels war ich so von Spannung ergriffen, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht und was sich in dem Wald verbirgt. Meiner Meinung nach wurde diese Spannung auch das ganze Buch über aufrecht erhalten. Ich durfte zwar immer mal wieder kurz zu Atem kommen, aber das düstere, bedrohliche war die ganze Zeit über da und bereit dazu, mich wieder in seine Finger zu bekommen. Zudem hat die Autorin viel Verwirrung gestiftet, sodass ich teilweise selber nicht mehr wusste was Realität und was Fiktion war, welcher Tag gerade in der Geschichte war und ob die Bedrohung, die ich spürte, Wirklichkeit war und wenn ja, wie ich ihr entkommen konnte. Mit Jari bin ich bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden, was ich aber nicht allzu schlimm fand. Manchmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und gefragt, warum er nicht wieder nach Hause geht, raus aus dem Wald und warum er bestimmte Dinge getan hat, wo sein Gewissen oder sein vernünftiger Menschenverstand geblieben sind. Gleichzeitg habe ich mich dann aber auch gefragt, wie weit jemand gehen würde, der Freiheit möchte und der denkt, dass er die Liebe gefunden hat. Wann ist man an dem Punkt angelangt, an dem man nicht mehr zurück kann oder vielleicht auch gar nicht mehr zurück möchte? Wieviel kann ein Mensch ertragen? Wann kommt der Moment, an dem man merkt, dass etwas nicht stimmt und alles nur Schein ist? Wann entdeckt man die Wahrheit hinter einer Mauer aus Schönheit, Rausch, Trug und Lügen? Antonia Michaelis hat in ihrem Buch ein Netz gewebt, aus dem ich mich nur schwer befreien konnte. Immer wieder wurden Kleinigkeiten aufgedeckt und ich dachte, dass ich der Lösung einen Schritt näher gekommen bin, nur um nach einer Weile festzustellen, dass noch ein Geheimnis zurückgehalten wurde oder alles doch ganz anders war. Jascha war mir bis zuletzt ein Rätsel, aber auch das war gut so, da es perfekt zu allem anderen gepasst hat. Die Rückblenden in die Vergangenheit fand ich dabei sehr interessant und gut eingebaut und auch sie hielten die eigentliche Wahrheit bis zum Ende verdeckt. Und eben auch diese Geschichte aus der Vergangenheit war für mich teils verwirrend, da auch hier nicht gleich alles offenbart wurde und ich mich Schritt für Schritt herantasten musste. Der Titel des Buches erklärt sich durch verschiedene Passagen und ein Lied, in denen der Leser auf die Nachtigallen aufmerksam gemacht wird. Kurz vor Ende des Buches war ich mir dann sicher, dass sich alles aufgeklärt hat, es war für mich logisch und ich war zufrieden damit. Jedoch hat die Autorin noch eine Überraschung eingebaut, mit der ich absolut nicht gerechnet habe und die das Ende für mich noch besser gemacht hat. Alles war so perfekt inszeniert, dass ich gar nicht darauf gekommen bin, dass sich noch so eine Wendung ereignen könnte. So hat Antonia Michaelis einen sehr guten Abschluss geschaffen, der sogar noch Potential für eine Fortsetzung hätte.
 
Fazit:
Die Spannung, Verwirrung, Täuschung und dazu noch poetische und märchenhafte Erzählweise haben dieses Buch für mich zu einem tollen Leserlebnis gemacht, das ich sehr gerne weiterempfehle.

Bewertung (1-5 Eulen möglich):

Freitag, 3. Oktober 2014

Rezension: "Der Zorn des Lammes" von Johannes Groschupf

Titel: Der Zorn des Lammes
Autor: Johannes Groschupf
Seitenanzahl: 192
Genre: Jugendthriller
Verlag: Oetinger
Erscheinungsdatum: 2014
ISBN: 978-3841502827

Erster Satz:
"Keine Stadt riecht so eigenartig wie Berlin."

Inhaltsangabe:
Jazz und Milan. Zwei junge Menschen in Berlin. Zwei Geschichten. Zwei Perspektiven. Die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Jazz kennt Milan, den etwas seltsamen Tellerwäscher aus der Kantine des Tagesspiegel, nur ganz flüchtig. Doch für Milan ist Jazz alles. Er ist wie besessen von ihr und schleicht sich nach und nach in ihr Leben - bis es ihm eines Tages gelingt, Jazz in seine Wohnung zu locken.

Cover:
Ich finde die Covergestaltung interessant und hatte noch nie ein Buch, was auf diese Art gestaltet war. man erkennt klar das Lamm, welches durch den schwarzen Kopf und die roten Augen wirklich zornig aussieht und somit perfekt zum Titel und zur Geschichte passt. Genauso gut gefällt mir die rote Schrift des Titels. Sie springt sofort ins Auge und harmoniert gut mit dem restlichen Cover. Auch die Platzierung von Titel, Autorenname und Genre finde ich passend.

Meine Meinung: 
Bei "Der Zorn des Lammes" handelt es sich um einen nervenaufreibenden Jugendthriller, der es manches Mal geschafft hat, dass ich das Buch kurz zur Seite legen musste, um mich aus den Fängen der Geschichte zu befreien und tief durchzuatmen. Man wird ohne große Umschweife in das Geschehen reingeworfen und befindet sich mit Jazz - der Hauptprotagonistin - in Berlin. Jazz, die nach ihrem Abschluss von daheim, vor ihren Eltern flüchtet und ihre Vergangenheit hinter sich lassen will. Denn in ihrer Kindheit ist etwas vorgefallen, von dem sie denkt, dass ihre Eltern ihr die Schuld daran geben und das erträgt sie nicht mehr, genauso wenig wie die übervorsichtige Verhaltensweise ihrer Eltern. nun möchte sie in der Großstadt ein neues Leben beginnen und gleichzeitig ein Praktikum bei einer Zeitung. Ich mochte Jazz von Anfang an, da sie mir sehr sympathisch war und ich mit ihr mitfühlen konnte. Was ich interessant fand war, dass sie gerne einfach mit dem Bus durch die Stadt fährt, um den Kopf frei zu bekommen, das hätte ich sein können. Bei diesen Busfahrten lernen wir Milan kennen und es ist (unbewusst) das erste Aufeinandertreffen der Hauptcharaktere. Milan ist unscheinbar, niemand nimmt ihn wahr, so auch nicht Jazz. Allerdings erregt sie sofort seine Aufmerksamkeit und das Unheil nimmt seinen Lauf, denn Milan ist ebenfalls geflüchtet, allerdings aus der Sicherungsverwahrung. Er hört Stimmen, spürt oft starken Zorn und vor ein paar Jahren gab es einen Vorfall mit einer gewissen Veronika, durch den er dort gelandet ist. Wer genau Veronika ist und was mit ihr geschehen ist erfährt man bis zum Schluss nicht, was ich sehr schade fand. Leider erfährt man auch nicht, warum Milan sich ausgerechnet dieses Mädchen ausgesucht hat und warum er so krank ist. Kurz und knapp könnte man wohl sagen, dass Milan ein ziemlich kranker Mensch ist und das wird auch von Seite zu Seite deutlicher. Ihn mochte ich das ganze Buch über nicht, wie auch? Er ist ein Stalker und - tut mir leid für den Ausdruck - ein Psycho. Er hängt sich an Jazz' Fersen, folgt ihr, bildet sich ein, dass sie ihn liebt und ihre Ignoranz nur ein Spielchen ist, er beght sogar einen Mord um in ihrer Nähe zu sein. Ich war während des Lesens oft einfach nur geschockt von seiner Vorgehensweise und seinen Gedankengängen und habe mich gefragt, wie man sich nur soviel einbilden kann bzw. wie man sich solche Sachen einreden kann, die wirklich absolut nicht der Realitäöt entsprechen. Die kurzen, knappen Sätze trugen dazu bei, dass ich rasch vorwärts kam und das Buch eigentlich auch nicht unterbrechen wollte. Johannes Groschupf hat die Umgebung und Wahrnehmung der Protagonisten recht anschaulich beschrieben, sodass ich mir alles gut vorstellen und manches sogar fast riechen konnte. Leider hat er Jazz' Aussehen nicht wirklich beschrieben, wobei mich das doch interessiert hätte, von Milan hatte ich allerdings schon ein Bild vor Augen. Ich fand, dass der Autor einen guten Spannungsbogen aufgebaut hat, der sich auch noch hielt, als es zum verhängnisvollen Nachmittag kam, an dem Jazz mit zu Milan gegangen ist. An dieser Stelle fand ich sie etwas naiv, denn ich persönlich würde nicht mit zu einem Mann gehen, mit dem ich gerade mal ein paar Worte gewechselt habe. Aber sie hatte etwas Mitleid mit ihm und hat nicht gemerkt, welche Gefahr von ihm ausgeht. Bei der Beschreibung des weiteren Verlaufs musste ich öfters schlucken und habe eine Gänsehaut bekommen, ich finde, dass es definitiv nichts für zarte Gemüter ist. Aber auch hier hat der Autor Jazz' Verhalten für mich interessant gestaltet und ich konnte mich in gewissen Maße in sie und ihre Reaktion hineinversetzen. Aus ihrer nachfolgenden Lethargie wird sie dann durch einen Bibelvers gerissen, in welchem es um den Zorn des Lammes geht und dieser spielt dann bis zum Ende hin immer wieder eine Rolle, dazu kommt auch noch, dass Milan sie "sein Lämmchen" nennt. Demnach würde ich sagen, dass er Titel sehr gut zum Buch passt. Was mir nicht so gut gefallen hat, war der anschließende, doch recht schnelle, Umschwung von Jazz' Verhaltensweise. Ich hatte schon mit ihrer Gegenwehr gerechnet, aber einfach nicht so schnell. Es kam mir zu apprupt vor. Auch die forsche Herangehensweise ihrer Kollegin fand ich unpassend. So kam es dann auch, dass das Buch ein ziemlich schnelles Ende fand und ich mir einfach noch etwas mehr gewünscht hätte. Ich fand es zwar sehr gut, wie der Autor die Geschichte für Milan hat ausgehen lassen, aber bei Jazz habe ich noch auf ein Gespräch mit ihren Eltern gehofft oder vielleicht sogar auf ein Kapitel, welches ein paar Jahre später noch einen Blick auf sie wirft.

Fazit:
Alles in allem ist "Der Zorn des Lammes" ein richtig guter Jugendthriller, der unter die Haut geht. Leider kam das Ende aber zu apprupt und mir haben einige Aufklärungen bzgl. Milan gefehlt, weswegen ich eine Eule abziehe.

Bewertung (1-5 Eulen möglich):

Donnerstag, 21. August 2014

Rezension: "Stirb leise, mein Engel" von Andreas Götz



 Titel: Stirb leise, mein Engel
Autor: Andreas Götz
Seitenanzahl: 368
Genre: Jugendthriller
Verlag: Oetinger
Erscheinungsdatum: Januar 2014
ISBN: 978-3789136153

Erster Satz:
"Ich hab Angst, Tristan."

Inhaltsangabe:
München, das Ende eines heißen Sommers. Drei Mädchen sterben innerhalb weniger Wochen und wie es scheint, aus eigenem Entschluss. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn alle drei wollten mit ihrer großen Liebe in den Tod gehen. Und sie ahnten nicht, dass ausgerechnet er, der mit ihnen sterben wollte, sich als ihr schlimmster Feind entpuppen würde.

Cover:
Mir gefällt das Cover sehr gut, schon allein, weil ich schwarz-weiße Cover mag (z.B. die der Bücher von Simon Beckett) und zu diesem Thriller passt es meiner Meinung nach auch, da ich mir keine bestimmte andere Aufmachung dafür denken kann. Die Schleife kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen, besser zum Inhalt gepasst hätte vielleicht ein Herz. Dafür ist allerdings der Titel gut gewählt, da es sich um einen Satz aus dem Buch handelt. Die Positionierung von Tiel, Autorenname, Genre und Verlag finde ich ebenfalls in Ordnung. Was mir außerdem sehr gefällt ist, dass das Buch auch ohne den Schutzumschlag beinahe so aussieht wie mit Umschlag, der einzige Unterschied ist, dass ohne ihn die Schleife geöffnet ist. Aber ich finde es generell schöner, wenn ein Buch mit Schutzumschlag auch auf dem Buchdeckel dasselbe Motiv zeigt.

Meine Meinung: 
Ich habe leider sehr lange für das Buch gebraucht, was aber keinesfalls daran lag, dass es nicht gut war, sondern eher daran, dass es mir nicht so gut geht. Trotz allem habe ich es heute tatsächlich geschafft es zuende zu lesen und ich fand es richtig gut. Was ich als erstes erwähnen möchte ist, dass das Buch hauptsächlich aus der Sicht des Hauptprotagonisten Sascha geschrieben ist, dazu kommen noch Abschnitte aus Joy's und Tristan's Sicht, wobei die des letzteren eine andere Schriftart haben, was ich zur Orientierung ziemlich gut fand. Der Thriller beginnt sehr spannend mit einem vermeintlichen Selbstmord, so war ich gleich mitten im Geschehen drin und wollte wissen, wie es dazu kam und wie es weiter geht, wer Tristan ist und warum er tut was er tut. Mit Sascha und Joy machte ich gleich danach Bekanntschaft und fand beide recht sympathisch. Ich finde, dass der Autor sich gut in die Gedanken- bzw. Gefühlswelt der Jugendlichen hineinversetzt hat, denn Sascha hatte doch einige typische Jugendprobleme, besonders was Mädchen und das Zusammenleben mit seiner Mutter anging und auch bei Joy nahm man das Jugendliche wahr. Ein Schicksalsschlag unterschied Sascha jedoch von den anderen und weckte auch mein Mitgefühl. Ungewiss blieb für mich bis zum Schluss, ob sich zwischen ihm und Joy etwas anbahnt oder nicht, aber auch das fand ich passend und gut in die Handlung eingebaut. Die "Selbstmorde" kamen eigentlich Schlag auf Schlag und waren wirklich sehr geschickt ausgeführt, hätte ich nicht schon durch den Klappentext gewusst, dass es sich wohl eher um Morde handelt, wäre ich ,wie die Polizei, drauf reingefallen. Durch das Einbringen von Joachim Androsch, dessen Sohn Mirko und Mareike wurde für mich dann alles auf eine positive Weise verwirrend und ich habe oft hin und her überlegt, wer denn nun der Mörder sein könnte. "Ist Tristan eine eigenständige Person oder vielleicht nur der Deckname eines anderen? ", diese Frage stellte ich mir mehrmals und als ich dann dachte, dass ich nun die Lösung habe, war doch wieder alles ganz anders und die eigentliche Wahrheit überraschte mich dann doch sehr. So hatte Andreas Götz es geschafft, mich fast bis zum Schluss an der Nase herumzuführen und die Spannung zu wahren, dafür ein großes Lob. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass es noch ein paar mehr Einblicke in die Seele bzw. Gedankenwelt des Mörders gegeben hätte, das wäre, zumindest für mich, sehr interessant gewesen, dafür gibt es jedoch keinen Punktabzug.

Fazit:
Alles in allem fand ich diesen Thriller sehr gelungen, spannend, die Protagonisten passend und die Idee der Geschichte neu und demnach klasse. Ich kann das Buch allen empfehlen die Jugendthriller mögen, hier kommt ihr auf eure Kosten.

Bewertung (1-5 Eulen möglich):

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Rezension: "Spiel des Lebens" von Veit Etzold

Titel: Spiel des Lebens
Autor: Veit Etzold
Seitenanzahl: 351
Genre: Jugendthriller
Verlag: Egmont INK
Erscheinungsdatum: September 2012
ISBN: 978-3863960483

Die Reihe:
 










Erster Satz: 
"Das schwarze Auto bewegte sich in etwa fünfzig Metern Entfernung hinter dem Jungen her."

Inhaltsangabe:
Willkommen im Spiel des Lebens, Emily. Du hast die Wahl. Sieg oder Tod, liest Emily völlig fassungslos auf dem zerknüllten Zettel in ihrer Hand, und damit geht der Horror los. Ein Psychopath jagt sie durch ganz London und stellt sie vor unbegreifliche Rätsel. Falls sie diese nicht in der vorgegebenen Zeit löst, gibt es einen Toten. Der Killer treibt Emily an den Rand des Wahnsinns. Wer ist dieser Irre? Und warum hat er ausgerechnet sie für sein mörderisches Spiel ausgewählt?

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde, dass die große Schriftart und das Motiv passend zum Inhalt des Buches gewählt wurden, außerdem finde ich die lila-blaue Farbgebung sehr schön. Was ich desweiteren richtig klasse finde, ist der bedruckte Buchschnitt mit der Skyline von London und im inneren Buchumschlag findet sich (sowohl vorne als auch hinten) noch ein wunderschönes London-Bild. Also die Gestaltung ist wirklich super! (siehe unten)

Meine Meinung:  
Leider war der Inhalt nicht so 100%ig super, für einen Thriller hat mir einfach noch einiges an Spannung gefehlt. Die Idee war auf jeden Fall gut und für mich war es mal etwas anderes, ich denke jedoch, dass man noch mehr hätte daraus machen können, gerade auch in Hinsicht auf die "Squatter". Diese sollten Emily zwar ständig beobachten, aber ich finde, dass man hier vielleicht ein paar "thrillermäßige" Situationen hätte einbauen können, da diese Leute ja doch schon recht furchteinflößend beschrieben wurden. Leider war mir auch ziemlich schnell klar, wer der "Spieler" ist. Interessant fand ich jedoch, welche Rätsel der "Spieler" Emily gestellt hat, das war für mich mal eine neue Art. Manchmal konnte ich Emily aber nicht wirklich verstehen. Ich meine, sie wird z.B. in einem Keller eingesperrt und als sie merkt, dass so schnell keine Hilfe kommen wird, nimmt sie ihre Studienunterlagen und will diese durchgehen. Wer kommt denn in so einer Situation auf so eine Idee!? Naja, ich hatte mir eigentlich in der Mitte des Buches vorgenommen, den 2. Teil der Reihe nicht zu lesen, aber da das Ende dann doch noch etwas an Spannung zugenommen hat und außerdem offen war, werde ich dies wohl doch tun.

Fazit:
Bei einem Thriller erwarte ich Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, bei diesem Buch kam diese jedoch erst zum Ende hin auf, deswegen empfehle ich dieses Buch nur bedingt weiter, an diejenigen, die es eher ruhig und seicht mögen.

Bewertung (1-5 Eulen möglich):
 



Buch-Eindrücke: