Freitag, 3. Oktober 2014

Rezension: "Der Zorn des Lammes" von Johannes Groschupf

Titel: Der Zorn des Lammes
Autor: Johannes Groschupf
Seitenanzahl: 192
Genre: Jugendthriller
Verlag: Oetinger
Erscheinungsdatum: 2014
ISBN: 978-3841502827

Erster Satz:
"Keine Stadt riecht so eigenartig wie Berlin."

Inhaltsangabe:
Jazz und Milan. Zwei junge Menschen in Berlin. Zwei Geschichten. Zwei Perspektiven. Die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Jazz kennt Milan, den etwas seltsamen Tellerwäscher aus der Kantine des Tagesspiegel, nur ganz flüchtig. Doch für Milan ist Jazz alles. Er ist wie besessen von ihr und schleicht sich nach und nach in ihr Leben - bis es ihm eines Tages gelingt, Jazz in seine Wohnung zu locken.

Cover:
Ich finde die Covergestaltung interessant und hatte noch nie ein Buch, was auf diese Art gestaltet war. man erkennt klar das Lamm, welches durch den schwarzen Kopf und die roten Augen wirklich zornig aussieht und somit perfekt zum Titel und zur Geschichte passt. Genauso gut gefällt mir die rote Schrift des Titels. Sie springt sofort ins Auge und harmoniert gut mit dem restlichen Cover. Auch die Platzierung von Titel, Autorenname und Genre finde ich passend.

Meine Meinung: 
Bei "Der Zorn des Lammes" handelt es sich um einen nervenaufreibenden Jugendthriller, der es manches Mal geschafft hat, dass ich das Buch kurz zur Seite legen musste, um mich aus den Fängen der Geschichte zu befreien und tief durchzuatmen. Man wird ohne große Umschweife in das Geschehen reingeworfen und befindet sich mit Jazz - der Hauptprotagonistin - in Berlin. Jazz, die nach ihrem Abschluss von daheim, vor ihren Eltern flüchtet und ihre Vergangenheit hinter sich lassen will. Denn in ihrer Kindheit ist etwas vorgefallen, von dem sie denkt, dass ihre Eltern ihr die Schuld daran geben und das erträgt sie nicht mehr, genauso wenig wie die übervorsichtige Verhaltensweise ihrer Eltern. nun möchte sie in der Großstadt ein neues Leben beginnen und gleichzeitig ein Praktikum bei einer Zeitung. Ich mochte Jazz von Anfang an, da sie mir sehr sympathisch war und ich mit ihr mitfühlen konnte. Was ich interessant fand war, dass sie gerne einfach mit dem Bus durch die Stadt fährt, um den Kopf frei zu bekommen, das hätte ich sein können. Bei diesen Busfahrten lernen wir Milan kennen und es ist (unbewusst) das erste Aufeinandertreffen der Hauptcharaktere. Milan ist unscheinbar, niemand nimmt ihn wahr, so auch nicht Jazz. Allerdings erregt sie sofort seine Aufmerksamkeit und das Unheil nimmt seinen Lauf, denn Milan ist ebenfalls geflüchtet, allerdings aus der Sicherungsverwahrung. Er hört Stimmen, spürt oft starken Zorn und vor ein paar Jahren gab es einen Vorfall mit einer gewissen Veronika, durch den er dort gelandet ist. Wer genau Veronika ist und was mit ihr geschehen ist erfährt man bis zum Schluss nicht, was ich sehr schade fand. Leider erfährt man auch nicht, warum Milan sich ausgerechnet dieses Mädchen ausgesucht hat und warum er so krank ist. Kurz und knapp könnte man wohl sagen, dass Milan ein ziemlich kranker Mensch ist und das wird auch von Seite zu Seite deutlicher. Ihn mochte ich das ganze Buch über nicht, wie auch? Er ist ein Stalker und - tut mir leid für den Ausdruck - ein Psycho. Er hängt sich an Jazz' Fersen, folgt ihr, bildet sich ein, dass sie ihn liebt und ihre Ignoranz nur ein Spielchen ist, er beght sogar einen Mord um in ihrer Nähe zu sein. Ich war während des Lesens oft einfach nur geschockt von seiner Vorgehensweise und seinen Gedankengängen und habe mich gefragt, wie man sich nur soviel einbilden kann bzw. wie man sich solche Sachen einreden kann, die wirklich absolut nicht der Realitäöt entsprechen. Die kurzen, knappen Sätze trugen dazu bei, dass ich rasch vorwärts kam und das Buch eigentlich auch nicht unterbrechen wollte. Johannes Groschupf hat die Umgebung und Wahrnehmung der Protagonisten recht anschaulich beschrieben, sodass ich mir alles gut vorstellen und manches sogar fast riechen konnte. Leider hat er Jazz' Aussehen nicht wirklich beschrieben, wobei mich das doch interessiert hätte, von Milan hatte ich allerdings schon ein Bild vor Augen. Ich fand, dass der Autor einen guten Spannungsbogen aufgebaut hat, der sich auch noch hielt, als es zum verhängnisvollen Nachmittag kam, an dem Jazz mit zu Milan gegangen ist. An dieser Stelle fand ich sie etwas naiv, denn ich persönlich würde nicht mit zu einem Mann gehen, mit dem ich gerade mal ein paar Worte gewechselt habe. Aber sie hatte etwas Mitleid mit ihm und hat nicht gemerkt, welche Gefahr von ihm ausgeht. Bei der Beschreibung des weiteren Verlaufs musste ich öfters schlucken und habe eine Gänsehaut bekommen, ich finde, dass es definitiv nichts für zarte Gemüter ist. Aber auch hier hat der Autor Jazz' Verhalten für mich interessant gestaltet und ich konnte mich in gewissen Maße in sie und ihre Reaktion hineinversetzen. Aus ihrer nachfolgenden Lethargie wird sie dann durch einen Bibelvers gerissen, in welchem es um den Zorn des Lammes geht und dieser spielt dann bis zum Ende hin immer wieder eine Rolle, dazu kommt auch noch, dass Milan sie "sein Lämmchen" nennt. Demnach würde ich sagen, dass er Titel sehr gut zum Buch passt. Was mir nicht so gut gefallen hat, war der anschließende, doch recht schnelle, Umschwung von Jazz' Verhaltensweise. Ich hatte schon mit ihrer Gegenwehr gerechnet, aber einfach nicht so schnell. Es kam mir zu apprupt vor. Auch die forsche Herangehensweise ihrer Kollegin fand ich unpassend. So kam es dann auch, dass das Buch ein ziemlich schnelles Ende fand und ich mir einfach noch etwas mehr gewünscht hätte. Ich fand es zwar sehr gut, wie der Autor die Geschichte für Milan hat ausgehen lassen, aber bei Jazz habe ich noch auf ein Gespräch mit ihren Eltern gehofft oder vielleicht sogar auf ein Kapitel, welches ein paar Jahre später noch einen Blick auf sie wirft.

Fazit:
Alles in allem ist "Der Zorn des Lammes" ein richtig guter Jugendthriller, der unter die Haut geht. Leider kam das Ende aber zu apprupt und mir haben einige Aufklärungen bzgl. Milan gefehlt, weswegen ich eine Eule abziehe.

Bewertung (1-5 Eulen möglich):

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Was!? Schon wieder Neuzugänge!?

Oh, oh, oh...ich glaub, ich muss anbauen oder am besten gleich in eine größere Wohnung ziehen... Es ist gerade mal der 02. Oktober und schon gab es wieder neue Bücher... Was soll ich bloß zu meiner Verteidigung sagen? Ich weiß es! Meine Mutti und ihr Freund sind schuld! Jawohl! Denn die beiden sind zu meinem Geburtstag und zu Weihnachten nicht da und haben mir deswegen gestern schon ein allumfassendes Geschenk gegeben, einen Thalia-Gutschein! Natürlich, mein Geburtstag ist erst am 21. November und bis Weihnachten ist auch noch Zeit, aaaaaber... ein Thalia-Gutschein! Muss ich noch mehr sagen? Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, ihn so lange warten zu lassen und da ich auch die Zustimmung der Schenker hatte, war ich heute gleich auf Beutezug. :) Insgesamt haben es 8 Bücher zu mir geschafft, von Thalia gab es dazu noch einen tollen Stoffbeutel und Tee. :) Ich freu mich gerade immer noch wahnsinnig über diese tollen Neuzugänge! :D




Thalia-Stoffbeutel, Stigmata: Nichts bleibt verborgen, Im Herzen der Zorn (der 1. Teil der Trilogie befindet sich auf meinem SuB), Obsidian: Schattendunkel, Das wirst du bereuen, Blind Walk, Edelstein-Trilogie: Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün (im Schuber), Sencha-Tee



  Hier noch die Klappentexte der einzelnen Bücher:


Alle Welt denkt, dass Emma Putnam sich umgebracht hat, weil wir sie Schlampe genannt haben ? und nicht weil sie eine Schlampe war. Echt klasse. Sara und ihre beste Freundin Brielle müssen sich vor Gericht verantworten ? angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben. Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat. Ein kleiner Denkzettel über Facebook muss da schon drin sein, finden die Freundinnen. Doch dann verselbstständigen sich die Dinge und plötzlich ist Emma tot ?




Als Lida sich zusammen mit ihrem Freund Jesper im Internet zu einem "Blind Walk" anmeldet, ahnt sie nicht, auf welch ein lebensgefährliches Abenteuer sie sich einlässt. An einem unbekannten Ort in der Wildnis ausgesetzt, macht plötzlich ein unsichtbarer Feind Jagd auf die Gruppe und scheint es dabei vor allem auf Lida abgesehen zu haben. Trotz aller Vorsicht gerät sie eines Morgens in seine Fänge und muss zu ihrem Entsetzen erkennen, was für ein grausiger Plan hinter dem ganzen Event steckt.




Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …




Ein dunkles Geheimnis scheint über dem winzigen Städtchen zu liegen, in das die siebzehnjährige Katy gerade erst umgezogen ist. Im umliegenden Gebirge sollen merkwürdige Lichter gesehen worden sein, leuchtende Menschengestalten ... Viel schlimmer findet die leidenschaftliche Buchbloggerin Katy jedoch, dass die nächste Bibliothek meilenweit weg ist und sie kein Internet hat. Bis sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln und ein Junge die Tür öffnet, so düster und geheimnisvoll wie der Ort selbst: Daemon Black.




Der Frühling naht in Ascension, der Kleinstadt, in der Fehler tödlich sind. Und während der Schnee schmilzt und das Eis allmählich zurückweicht, offenbaren sich die sorgsam verborgenen Lügen und ang gehüteten Geheimnisse ihrer Bewohner. Mit ohnmächtigem Zorn kämpft Emily gegen die Macht der Furien, die ihre Heimatstadt heimsuchen. Doch die Rachegöttinnen sind unerbittlich und ihr Durst nach Vergeltung ist groß.





Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert! 

Dienstag, 30. September 2014

Monatsrückblick September

Gelesene Bücher im September 2014:






Angefangen habe ich noch "Der Zorn des Lammes" von Johannes Groschupf.

Wörtlich:

"Homer & ich: Wie mir ein blindes Kätzchen die Freude am Leben zurückgab." von Gwen Cooper - 335 Seiten - 5 von 5 Bewertungseulen - Rezi

gelesene Seiten im September 2014: 335
gelesene Seiten im Jahr 2014:4179
gelesene Bücher im Jahr 2014: 13
Zwischenstand Spardose:  13€

Monats-Top


Ich kann dieses Buch allen Katzenfreunden wärmstens empfehlen, da es einfach eine berührende Geschichte ist, aus der man lernen kann, die zum nachdenken anregt und die einen auch mal zum lachen bringt.






Monats-Flop:
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Neuzugänge im September 2014:

Gewonnen: "Hirngespenster" von Ivonne Keller

Rezensionsexemplar Droemer Knaur: "Das Leben in meinem Sinn" von Susanna Ernst
Rezensionsexemplar Oetinger: "Hörst du den Tod?" von Andreas Götz

Tausch-Bücher: "Ein Moment fürs Leben" von Cecelia Ahern
                                  "Das Geheimnis von Ella & Micha" von Jessica Sorensen
                                  "Der Erdbeerpflücker" von Monika Feth
                                  "Der Mädchenmaler" von Monika Feth
                                  "Der Scherbensammler" von Monika Feth

Ein super Gewinn, Überraschungspost und 2 weitere Tauschbücher

Heute gibt es noch einen Neuzugänge-Post von mir, da ich etwas ganz tolles gewonnen habe, Überraschungspost kam und mich noch 2 Tauschbücher errreicht haben. :)
Meine Glücksfee war mir mal wieder hold, sodass ich bei einer Aktion von BücherKaffee und ankas-geblubber ein signiertes Exemplar von Ivonne Keller's "Hirngespenster" samt Goodie-Bag gewonnen habe!:)
Ich freue mich gerade immer noch total über den Gewinn, da er einfach nur klasse ist! :) Mit dem kompletten Inhalt der Goodie-Bag wurde mein Geschmack getroffen, besonders auch mit den Eulen (auf das LovelyBooks-Lesezeichen hatte ich schon lange ein Auge geworfen :D ). Vielen Dank nochmal!
Von Droemer Knaur hat mich überraschend das Buch "Das Leben in meinem Sinn" von Susanna Ernst erreicht. Vielen Dank an den Verlag!
Und letztens habe ich euch ja schon gezeigt, dass ich "Der Erdbeerpflücker" ertauscht habe, diese Thriller-Reihe von Monika Feth umfasst bisher 6 Bücher. Nun hatte ich das Glück, dass bei Facebook noch der 2. und 3. angeboten wurden, es kam ein Tausch zustande und jetzt gehören die beiden mir. :) Es handelt sich um  "Der Mädchenmaler" und "Der Scherbensammler".

Hier erstmal ein paar Fotos von meinem Gewinn:

 Und das sind meine neuen Bücher:



Als Silvie nach einem Unfall erwacht, ist die einst so lebenslustige Frau gefangen in ihrem eigenen Körper. Ihre Schwester Anna, die seit Jahren kurz vor einem Zusammenbruch stand, scheint verschwunden – und die Frau, die sie so liebevoll pflegt, hat Silvie über Jahre als gefährliche Rivalin gesehen. 

Auf den ersten Blick kreuzen sich die Lebenswege der Schauspieler Ben Todd und Sarah Pace zum Dreh einer neuen Fantasy-Serie nur zufällig. Beide merken schnell, dass sie mehr verbindet als Freundschaft, aber Sarah ist glücklich mit dem Vater ihrer Tochter verlobt. Doch während sie gemeinsam alle Produk­tionsphasen der Serie erleben, eröffnen sich Ben und Sarah bald schon ungeahnte Wege, und die Ereignisse um sie herum scheinen sich auf einmal zu überschlagen. Eigentlich ganz in ihrem Sinn … oder? 


An die Freundin ihres neuen Mitbewohners, Ilka, kommen Jette und Merle nicht wirklich heran. Dann verschwindet sie plötzlich spurlos. Die Polizei tappt im Dunkeln.
Jette beginnt auf eigene Faust zu ermitteln – und kommt bald einem dunklen Kapitel in Ilkas Vergangenheit auf der Spur …


 

Minas Vater, das Oberhaupt eines streng religiösen Zirkels, wird ermordet. Während Mina ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerät, ist Jette von ihrer Unschuld überzeugt. Auf der Suche nach dem wahren Täter begibt sie sich selbst in tödliche Gefahr …

Samstag, 27. September 2014

dtv Bloggeraktion

Ich bin heute auf eine Bloggeraktion von dtv aufmerksam geworden, bei der man bis zum 06. Oktober eins von 20 Exemplaren von "Hope Forever" von Colleen Hoover gewinnen kann.
Um daran teilzunehmen, muss man auf seinem Blog posten, warum man das Buch gerne lesen möchte.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich noch keins der Bücher von Colleen Hover kenne, obwohl "Weil ich Layken liebe" und "Weil ich Will liebe" auf meiner Wunschliste stehen. Allerdings habe ich den Klappentext und die Leseprobe von "Hope Forever" gelesen und sie sind der ausschlaggebende Grund dafür, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. Ich möchte natürlich wissen wie es weitergeht, aber vor allem finde ich die Protagonistin Sky jetzt schon sehr interessant und ich möchte wissen, warum sie sich in Bezug auf Jungs taub fühlt, warum sie eben nicht die typische Liebesroman-Rolle einnimmt und was an Dean anders ist, warum er Gefühle bei ihr auslöst. Ich denke, dass man bei diesem Buch nicht nur eine romantische Geschichte zu lesen bekommt, sondern eine, die tief berührt und den Leser auch nach dem Ende nicht gleich wieder loslässt.


Sonntag, 21. September 2014

Rezension: "Homer & ich: Wie mir ein blindes Kätzchen die Freude am Leben zurückgab"



Titel: Hommer & ich: Wie mir ein blindes Kätzchen die Freude am Leben zurückgab
Autor: Gwen Cooper
Seitenanzahl: 335
Genre: Tatsachenbericht, Biografie
Verlag: Weltbild
Erscheinungsdatum: 2010
ISBN: 978-3868006537

Erster Satz:
"Als ich das Katerchen zum ersten Mal sah, war es ein winziges Etwas aus schwarzem Flaum in der ausgestreckten Hand einer jungen Frau. ."

Inhaltsangabe:
Das Letzte, was Gwen Cooper wollte, war noch eine Katze. Zwei hatte sie schon, außerdem einen schlecht bezahlten Job und ein frisch gebrochenes Herz. Doch in Homer, ein nur wenige Wochen altes, blindes Kätzchen, das niemand wollte, verliebt sie sich auf der Stelle. Der winzige Teufelskerl mit dem riesigen Herzen wächst zum Lebenselixier für Gwen heran. Homer erweist sich mit seiner Treue und seiner Freude als ein regelrechter Lehrmeister fürs Leben und versöhnt Gwen schließlich sogar mit der Liebe...

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich mag den hellen, rosanen Ton, die verschnörkelte Schrift des Titels und natürlich das kleine Kätzchen. Noch schöner hätte ich es gefunden, wenn Homer selbst auf dem Cover zu sehen wäre, denn schließlich handelt das Buch von ihm, aber wahrscheinlich hat es manchen Leuten nicht
so gefallen ein Katerchen ohne Augen zu sehen. Die Platzierung von Titel, Untertitel und Autor finde ich passend.

Meine Meinung: 
Ich lese ja recht gerne Bücher in denen Katzen eine Rolle spielen, aber diese Geschichte war auch für mich mal etwas anderes, da es hier der kleine Homer war, der ein Handicap hat. Das Katerchen kam, nur wenige Wochen alt, in eine Tierarztpraxis und hatte eine so starke Infektion an den Augen, dass diese ihm entfernt werden mussten und er von nun an ein Leben in völliger Dunkelheit führen musste. Schon alleine dieses Schicksal fand ich sehr bewegend, was mir aber fast die Tränen in die Augen trieb war, dass ihn niemand haben wollte. Jeder dachte, dass er ja blind kein schönes Leben haben könne, dass es für ihn eine Qual wäre, dass er sich nicht zurecht finden würde und es besser wäre, ihn einschläfern zu lassen. Wahrscheinlich wollte auch niemand die Arbeit mit ihm haben, da man sich ja doch etwas umstellen müsste. Ich muss sagen, dass ich wohl genauso wie Gwen Cooper reagiert und den armen Kerl bei mir aufgenommen hätte, denn er hatte die Chance auf ein schönes Leben verdient und wie ich in dem Buch gelesen habe, hat er dieses auch bekommen. Ich fand es sehr schön zu lesen, dass Homer trotz seiner Blindheit ein starker, bemerkenswerter, mutiger Kater geworden ist, der Spaß und Freude hat, offen gegenüber neuen Menschen und Dingen ist und sich nicht einschüchtern lässt. Er hat viele Sachen ausprobiert, die ich sehr erstaunlich fand, z.B. ist er einen 1,80m hohen Vorhang hochgeklettert und mutig wieder runtergesprungen, ohne eben zu sehen, wie hoch es ist und wo er landet. Oft musste ich lachen, wenn er durch seine grenzenlose Neugier mal wieder etwas angestellt hatte und besonders süß fand ich sein Verhalten gegenüber einem bestimmten Kuscheltier und seine "Gedanken", welche die Autorin ab und an mit eingebaut hat. Was auch nicht zu kurz kam, waren ihre beiden anderen Katzen und ich fand es gut, auch etwas über sie zu erfahren, da sie ebenfalls eine wichtige Rolle spielten. Ich konnte Gwen Coopers Verhalten während des ganzen Buches nachvollziehen und kann mir gut vorstellen, dass das Nicht-Katzenbesitzern eher schwer fallen würde. Sehr interessant fand ich auch die Passage über den 11.September, welchen sie hautnah miterlebte. Beim Lesen habe ich dann schon eine Gänsehaut bekommen, da ich mich selber auch noch daran erinnern konnte, wie ich damals von dem Terroranschlag erfahren habe. Die Situation, die sie an diesem Tag und den darauf folgenden mit ihren Katzen erlebte, war für mich ein erschreckendes Bild. Auch bei einem Abschnitt, in dem sie eine Erkrankung Homers schilderte, konnte sie mich packen, da ich unweigerlich daran denken musste, was ich tun würde, wenn meiner Katze so etwas passieren würde. So konnte ich eigentlich während des gesamten Buches mit Gwen Cooper mitfühlen, was ich für das Leseerlebnis super fand. Bemerkenswert war es auch, dass der Kater ihr Leben so bereichert hat und sie viele Dinge durch ihn anders gesehen hat. Sie hat dadurch sogar die Männerwelt überdacht und letztendlich ihren Mann fürs Leben gefunden. Eigentlich hat sie auch erst durch Homer gelernt, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und diese Entwicklung fand ich wirklich interessant. Richtig klasse finde ich auch den Spruch, der auf dem Buchrücken steht: "Liebe sehen wir nicht mit den Augen." Dieser Satz ist so wahr! Ich muss nämlich ehrlich sagen, dass ich noch vor 3 Jahren überhaupt kein Katzenfreund war, ich war immer mehr ein Hundemensch. Allerdings lernte ich bei einem Bekannten meine jetzige Katze Mia kennen. Er hatte sie von einer Familie, die sie nicht gut behandelt hat und wollte sie selber aber auch nicht behalten. Als ich die Kleine sah, war es trotz meiner Abneigung und einer Allergie sofort um mich geschehen und ich habe sie, ohne großartig darüber nachzudenken, zu mir genommen, weil ich in meinem Herzen gespürt habe, dass wir zusammen gehören. :)

Fazit:
Ich kann dieses Buch allen Katzenfreunden wärmstens empfehlen, da es einfach eine berührende Geschichte ist, aus der man lernen kann, die zum nachdenken anregt und die einen auch mal zum lachen bringt. Mir hätte zwar Homer selbst auf dem Cover besser gefallen, aber ich ziehe deswegen keinen Punkt ab.

Bewertung (1-5 Eulen möglich):

Donnerstag, 18. September 2014

Ertauschte Neuzugänge und ein Rezi-Ex

In den letzten Tagen haben mich mal wieder ein paar tolle Bücher erreicht, die ich euch heute gerne zeigen möchte.
"Ein Moment fürs Leben" von Cecelia Ahern habe ich von meiner Brieffreundin Anika als Tausch-Buch bekommen. "Das Geheimnis von Ella & Micha" von Jessica Sorensen habe ich bei Facebook ertauscht, genauso wie "Der Erdbeerpflücker" von Monika Feth. Und "Hörst du den Tod?" von Andreas Götz ist ein Rezi-Exemplar vom Oetinger Verlag. Durch diese wunderbaren Neuzugänge ist meine Wunschliste ein ganz klitzekleines bisschen geschrumpft und ich konnte im Gegenzug auch 3 Bücher an liebe Menschen weitergeben. :)





Eigentlich wundert sich Lucy Silchester über gar nichts mehr: dass ihre große Liebe sie verlassen hat, dass sie aus ihrem Job geflogen ist oder dass sie eine Einladung zu einem Treffen bekommt – von ihrem eigenen Leben! Als sie tatsächlich zu dem Termin geht und direkt vor ihm steht, ist Lucy dann aber doch überrascht: So hat sie sich ihr Leben wirklich nicht vorgestellt! Am liebsten würde sie es direkt wieder loswerden. Doch ihr Leben denkt gar nicht daran, sie in Ruhe zu lassen …


 


Ella liebt Micha, und Micha liebt Ella – es könnte so einfach sein. Doch Ella will mit ihrem alten Leben, das es nicht immer gut mit ihr gemeint hat, endlich abschließen. Sie zieht in eine andere Stadt, beginnt mit dem College und will alles vergessen. Vor allem auch Micha. Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los, und ihre Gefühle sind stärker als jede Vernunft…






Als ihre Freundin ermordet wird, schwört Jette öffentlich Rache – und macht den Mörder damit auf sich aufmerksam. Er nähert sich Jette als Freund, und sie verliebt sich in ihn, ohne zu ahnen, mit wem sie es in Wahrheit zu tun hat.








Wie klingt ein letzter Atemzug? Ein Wettlauf gegen die Zeit.
Linus stürzt vom Himmel in die tiefste Hölle: Eben noch hat er das Glück mit seiner großen Liebe Lucy genossen, da wird seine Mutter entführt! Doch als statt einer Lösegeldforderung mysteriöse Audiodateien eintreffen, wird Linus schnell klar, dass der Entführer ihn herausfordert. Denn Linus besitzt das perfekte Gehör. So wird er immer tiefer in ein perfides Spiel gezwungen, in dem es am Ende nicht nur um das Leben seiner Mutter geht, sondern auch um das von Lucy.