Donnerstag, 12. Februar 2015

Rezension: "Blind Walk" von Patricia Schröder


Titel: Blind Walk
Autor:
Patricia Schröder
Seitenanzahl:
447
Genre: Mystery-Thriller
Verlag: Coppenrath
Erscheinungsdatum: Juni 2014
ISBN: 
978-3649617495

Inhaltsangabe:
Als die 17-jährige Lida Donelley zusammen mit ihrem Freund Jesper an einem sogenannten „Blind Walk", einem Event aus dem Internet, teilnimmt, rechnet sie mit nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen mit fünf anderen Jugendlichen werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen Gegenständen. Doch von Anfang an ist die Stimmung in der Gruppe hochexplosiv. Die Situation droht zu eskalieren, als die Jugendlichen nach kurzer Zeit die Leiche einer der Männer finden, die sie in den Wald gebracht haben. Lida beschleicht das unheimliche Gefühl, dass sie beobachtet werden. Schon bald wird dieser erste Verdacht zur bösen Gewissheit: Irgendjemand da draußen macht Jagd auf sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu haben.

Cover:
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, da es einem durch die Farbe und die große Schrift des Titels auch sofort ins Auge springt. Darüber hinaus passen die hineinragenden Äste und auch der Titel super zum Inhalt. Ohne Schutzumschlag sieht es übrigens genauso toll aus, da ist es in Schwarz gehalten und die Äste in leuchtenden Geld. Im Innenteil des Buches findet man diese Gestaltung ebenfalls wieder und zwar bei den einzelnen Abschnitten des Buches (Teil 1 - 3). Die Kapitel hatten als Überschrift immer den gerade aktuellen Wochentag, das Datum und eine Ortsangabe, was ich soweit okay fand (ich finde es allerdings immer irgendwie schöner, wenn die Kapitel passende Überschriften tragen).

Meine Meinung: Achtung Spoiler!
Dann will ich mal zu meiner Einschätzung des Inhalts kommen und ich kann euch jetzt schon sagen, dass mir dieser nicht wirklich gefallen hat. Die Idee mit dem Blind Walk fand ich an sich sehr, sehr gut und man hätte daraus gewiss eine Menge machen können, z.B. einen richtig guten Jugendthriller. Allerdings finde ich, dass die Autorin das nicht ganz so gut umgesetzt hat. Vielleicht spoiler ich jetzt jemanden, aber vielleicht ist es auch ganz gut, wenn ihr im Vorfeld wisst, auf was ihr euch einlasst. Es handelt sich nämlich nur teilweise um einen Jugendthriller, den anderen Teil kann man getrost als "Mystery" bezeichnen und genau das hat mich auch an dem Buch gestört. In der Geschichte gibt es drei Handlungsstränge (ich nenne sie mal den Blind Walk-Strang, den Mystery-Strang und den Medizin-Strang), die sich letztendlich zu einem verbinden und leider hat es auch nicht so lange gedauert, bis mich das Lesen zu dem Mystery-Strang geführt hat. Mir war auch relativ schnell klar, in welche Richtung sich alles bewegt und so war für mich zum einen die Spannung weg und zum anderen wirkte die Mystery für mich aufgesetzt, nicht dazugehörig und so, als wolle man damit dem ganzen Buch auf Teufel komm raus ein unheimliches Feeling verleihen (was allerdings nicht geklappt hat). Den Medizin-Strang fand ich dagegen wieder gut und ich denke, dass man ihn allein prima hätte in den Blind Walk einbauen können. Für mich lief auch zum Ende hin alles viel zu schnell ab. Es entwickelte sich Knall auf Fall eine Liebesgeschichte, die für mich einfach zu schnell präsent war und bei der ich mich gefragt habe, ob die Protagonisten auch nur einen Augenblick darüber nachgedacht haben. Und zusätzlich gab es auf einmal überall Aufklärungen, warum jemand was und wie getan hat. Wobei immer noch manche Sachen ungeklärt geblieben sind. Ich konnte all das gar nicht so schnell verarbeiten, wie es passiert ist. Es kam mir vor, als hätte die Autorin sich ein Limit an Seitenzahlen gesetzt und müsse nun ganz schnell zum Ende kommen, weil bloß keine weiteren Seiten dazu kommen durften. Und die Protagonisten? Tja, die waren auch so ein Fall für sich. Mit Lida bin ich über das ganze Buch hinweg nicht wirklich warm geworden. Ich fand sie zuerst recht kindisch, zickig und nervig und nach einer Weile verblasste sie für mich, weil sie einfach nichts interessantes an sich hatte. Jesper und die anderen Teilnehmer des Blind Walks waren mir einfach unsympathisch und auch sie waren nicht im geringsten interessant. Es wurde nichts über sie preisgegeben, außer ein paar Infos über ihr Aussehen. Das fand ich zusätzlich störend, weil sie dadurch für mich nicht greifbar wurden, ich hatte nicht mal die Chance sie kennenzulernen. Selbst Sten, der mir zu Anfang etwas sympathischer war, enttäuschte mich. Er stellte sich ebenfalls als blasser Charakter raus, der mich darüber hinaus noch mit einer besonders kindisch wirkenden Szene abschreckte. Ich suche gerade noch nach einem positiven Punkt... Der Wald. Diesen konnte ich mir gut vorstellen und bei einem anderen Verlauf der Geschichte, hätte er bestimmt auch eine gruselige Seite an sich gehabt. Mehr Gutes fällt mir leider nicht ein.

Fazit:
Ich kann "Blind Walk" leider überhaupt nicht weiter empfehlen, außer vielleicht an diejenigen, die gern verworrenes Genre-Mischmasch lesen und mit zu schnell herbeigeführten Enden kein Problem haben. Die zwei Eulen gibt es für die gelungene Cover-Gestaltung und die gute Idee des Blind Walks und Medizin-Teils. 

Bewertung (1-5 Eulen möglich):
 

Freitag, 30. Januar 2015

Rezension: "Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet" (Band 1) von Alan Bradley


Titel: Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet (Band 1)
Autor: Alan Bradley
Seitenanzahl:
400
Genre: Krimi
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: September 2010
ISBN: 
978-3442376247

Die Reihe:



Inhaltsangabe:
Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und – ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist – ihr Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist.

Cover:
Die Covergestaltung des Buches finde ich sehr gelungen und für einen Krimi mit britischen und schwarzen Humor passend. Auch zu der Zeit (40er Jahre) und dem Ort (England), an dem die Geschichte spielt, passt es meiner Meinung nach super. Es gefällt mir, dass es ein gezeichnetes Cover ist und dass man Flavia gut erkennt, so kann man sie sich gut vorstellen. Auch die verschnörkelte Schrift finde ich schön, genauso wie die Banderole, in welcher der Untertitel steht und die Farbgebung. Außerdem klasse ist die kleine Briefmarke, die auf den Inhalt des Buches hindeutet.

Meine Meinung:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, was nicht zuletzt an der liebenswerten Giftmischerin Flavia de Luce lag. Flavia ist elf Jahre alt, lebt in ihrer eigenen Welt und ist fasziniert von Chemie, ganz besonders von Giften, welche sie auch gerne mal an ihren älteren Schwestern Ophelia und Daphne ausprobiert. Ihre Mutter ist verstorben und so lebt sie mit ihren Schwestern, dem Briefmarken sammelnden Vater und dem Hausdiener Dogger allein auf einem großen Anwesen in Bishop's Lacey England. Als sie dann eines Morgens im Gurkenbeet des Gartens eine Leiche entdeckt, gibt es für sie nichts spannenderes und sie macht sich mit detektivischer Meisterleistung an die Aufklärung...
Ich fand Flavia von Anfang an sympathisch. Sie ist für ihr junges Alter sehr schlau und eignet sich vieles selber an. Ihre älteren Schwestern fand ich manchmal etwas gemein, jedoch war das wohl nur ihre Reaktion auf eine jüngere, freche Schwester. Ebenfalls sympathisch fand ich Dogger, der einfach loyal ist und für mich wie ein großer Beschützer rüber kam, mit dem man Pferde stehlen kann. Gerne hätte ich allerdings mehr über seine "Anfälle" erfahren. Flavia's Vater schien mir anfangs ziemlich uninteressiert an seinen Töchtern zu sein, aber ich denke, dass er noch um seine Frau trauert und sich deswegen in seine eigene Welt zurück gezogen hat. Je weiter ich aber im Buch kam, desto mehr erfuhr ich auch von ihm und er wurde sogar recht gesprächig. Die Krimigeschichte hat mir sehr gefallen, sie war spannend und gut durchdacht und ich habe selber immer überlegt, wer denn nun der Mörder war und was es mit alle dem auf sich hat. Die Verwicklungen fand ich interessant und ebenso die Lösungen, auf die Flavia kam. Ich war immer wieder beeindruckt, wie sie die richtigen Schlussfolgerungen zog und so, wie Sherlock Holmes, sogar der Polizei immer einen Schritt voraus war. Die Beschreibung der Umgebung fand ich anschaulich, sodass ich mir das Anwesen gut vorstellen konnte oder es bildhaft vor Augen hatte, wie Flavia mit ihrem Fahrrad über die Wiesen flog. Auch die gewählte Ortschaft an sich hat mir gut gefallen, da ich England sowieso mag und mir Bishop's Lacey schön als kleine Ortschaft vorstellen konnte. Der britische und auch schwarze Humor war für die gesamte Geschichte unheimlich passend und hat mich, zusammen mit Flavias Gedankengängen, oft zum lachen gebracht. Was mir leider etwas viel war, waren die ausschweifenden Erklärungen der chemischen Stoffe und Verbindungen, Musikstücke oder Namen von Wissenschaftlern. Das ist mein einziger Kritikpunkt, der jedoch für eine Eule Abzug sorgt.

Fazit:
Wer Krimigeschichten, britischen und schwarzen Humor mag und mal eine etwas andere Detektivin will, der liegt mit dem Buch genau richtig. Ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen, da es für spannende und schöne Lesestunden gesorgt hat.

Bewertung (1-5 Eulen möglich):
 

Mittwoch, 24. Dezember 2014


Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten, sowie ruhige und besinnliche Feiertage im Kreise eurer Liebsten. Genießt die Ruhe, das leckere Essen und freut euch über eure Geschenke. :)

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Rezension: "Einfach. Liebe." von Tammara Webber

Titel: Einfach. Liebe.
Autor:
Tammara Webber
Seitenanzahl:
384
Genre: New Adult   
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: November 2013
ISBN: 
978-3442382163

Inhaltsangabe:
Manchmal ist Liebe einfach. Und manchmal ist es einfach Liebe.
Als Jacqueline sich von einer Party davonstiehlt, ahnt sie nicht, dass die Ereignisse der Nacht ihr Leben für immer verändern werden. Kaum versucht ein Verehrer, der ihr gefolgt ist, sie zu bedrängen, liegt er schon am Boden. Ihr Retter? Ausgerechnet Lucas, der stille Einzelgänger, der nicht nur sehr sexy und geheimnisvoll, sondern auch vollkommen unnahbar ist. Und während Jacqueline versucht, sich auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten, taucht Lucas plötzlich überall dort auf, wo sie auch ist. Er scheint etwas zu verbergen. Doch sein Blick brennt sich in ihr Herz …

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Zum einen finde ich es gut, dass es kein typisches New Adult-Cover ist, auf welchen man ja meistens das Foto eines verliebten Paares sieht. Hier ist zwar auch ein Paar zu sehen, jedoch als pinke Silhouette auf einer pinken/auberginefarbenen Wiese, um sie herum fliegen Schmetterlinge und im Hintergrund die Skyline einer Stadt. Nach oben hin verfärbt sich das Cover von weiß zu einem schönen Blau und man sieht noch Wolken, Äste und Vögel. Ich finde die Gestaltung, sowie die Farbgebung sehr ansprechend. Die Positionierung von Autorenname und Titel gefällt mir auch, genau wie die Schriftfarbe.

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, habe ich nicht damit gerechnet, dass es um mehr als eine Liebesgeschichte geht. Umso überraschter - im positiven Sinne - war ich, als ich feststellte, dass auch ein ernstes Thema angesprochen wurde und es nicht nur eine rosarote Geschichte sein würde. Mit der Hauptprotagonistin musste ich mich erst anfreunden, was wahrscheinlich an ihrem Namen lag, da "Jacqueline" nicht gerade mein Wunschname für eine literarische Person ist. Allerdings hat sie mich durch ihre Art dann doch überzeugt und sie wurde mir echt sympathisch. Richtig klasse fand ich Lucas. Nicht nur seine Art hatte es mir angetan, sondern auch sein Beschützerinstinkt, seine Vergangenheit und -*schmacht*- sein Äußeres. Bei männlichen Protas mit Tattoos und/oder Piercing, dunklen Haaren und der Tatsache, dass sie zeichnen können oder Musik machen ist es um mich geschehen. Eine "Nerd-Brille" kann auch ziemlich sexy sein... ;) Auf jeden Fall mochte ich die beiden. Mit den Nebenprotagonisten Erin, Benji, Chaz, Kennedy und Buck hatte man nicht sehr viel zu tun, was ich auch nicht schlimm fand, da sich alles ja hauptsächlich um Lucas und Jacqueline dreht. Die ersten beiden war mir jedoch sympathischer als die letzteren Typen. In dem Buch gab es an sich zwei Handlungsstränge, die die Autorin geschickt miteinander verbunden hat. Ich fand die Story ziemlich aufregend und spannend, sowohl in Bezug auf die Liebesgeschichte als auch hinsichtlich des ernsten Themas, wobei mich die Szenen des letzteren auch schockierten. Für mich wurde das Lesen zu keiner Zeit langweilig, was daran lag, dass die Spannung (in beiderlei Hinsicht) von der ersten Seite an aufrecht gehalten wurde und ich wissen wollte, wie es weitergeht. So kam es auch, dass ich das Buch innerhalb von drei Tagen durch hatte, dazu beigetragen haben auch die flüssige Schreibweise und der unkomplizierte Schreibstil. Die erotischen Szenen fand ich passend, prickelnd und nicht zu überladen und auch die Romantik kam nicht zu kurz. Ab und an konnte ich bei dem Zusammentreffen von Lucas und Jacqueline und Benji und Jacqueline auch grinsen, da es auch amüsante Gespräche gab. Für sein eigenes Leben kann man durch Passagen, in denen es um Selbstverteidigung geht, auch noch etwas lernen. Den Titel fand ich sehr passend, da er sich auf die letzten Sätze des Buches bezieht.

Fazit:
Ich kann "Einfach. Liebe." bedenkenlos weiterempfehlen. Neben einem ernsten Thema bekommt man eine romantische, prickelnde und unterhaltsame Geschichte zu lesen, die mir oft ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat.

Bewertung (1-5 Eulen möglich):

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Rezension: "Verführt: Lila & Ethan" (Ella & Micha 3) von Jessica Sorensen


Titel: Verführt: Lila & Ethan (Ella & Micha 3)
Autor: Jessica Sorensen
Seitenanzahl:
384
Genre: New Adult   
Verlag: Heyne  
Erscheinungsdatum: Juli 2014
ISBN: 
978-3453417717

Die Reihe:









Inhaltsangabe:
Lila Summers ist eine makellose Schönheit mit einem strahlenden Lächeln. Aber tief in ihrem Inneren verbirgt sie ein dunkles Geheimnis, das sie um jeden Preis vor der Umwelt verstecken will. Ethan hat vor langer Zeit schon beschlossen, dass Lila und er nur Freunde sind. Mit seinem tätowierten Bad-Boy-Image hätte er ohnehin keine Chance bei ihr, auch wenn die beiden eine tiefe emotionale Verbindung haben. Doch als Lila plötzlich in Gefahr ist, geraten alle guten Vorsätze ins Wanken ...

Cover:
Wie auch schon bei den beiden Vorgängern finde ich, dass das Cover leider nicht zum Inhalt des Buches passt. Es sieht einfach nur wie ein typisches New Adult-Cover aus, was ich sehr schade finde.

Meine Meinung: Achtung Spoiler!
Im dritten Teil der Ella & Micha-Reihe geht es nun um die besten Freunde der beiden, Lila und Ethan. Schon während der ersten beiden Teile hat man immer mal etwas von ihnen gelesen, aber nie sehr ausführlich. Deswegen habe ich mich über dieses Buch gefreut, da ich gerne mehr über "den Armen" und "die Reiche" erfahren wollte. Auch mit dieser Geschichte hat die Autorin es wieder geschafft, mich voll und ganz einzunehmen, mich mitzureißen und mir ein Kribbeln im Bauch zu bescheren, denn die Freundschaft der beiden ist soviel mehr als eben "nur" eine Freundschaft und die Geschichten, die jeder mit sich trägt, sind wieder enorm berührend und realistisch. Gerade mit Lila habe ich sehr mitgefühlt und hätte mich am liebsten selbst gegen ihre Eltern gestellt und ihnen die Meinung gesagt. Es hat mich erschrocken, dass man in den vorherigen Büchern nie mitbekommen hat, wie es wirklich um sie steht und wie es in ihr drin aussieht, einfach, weil sie es so perfekt verstecken konnte. Ihr Verhalten in dieser Geschichte hat mich wütend und traurig zugleich gemacht, weil ich kurz zuvor erfahren hatte, warum sie so handelt. Sie war mir ja schon von Anfang an sympathisch, aber nachdem ich hinter ihre Fassade schauen konnte, nahm diese Sympathie noch zu. Genauso ging es mir mit Ethan. Auch ihn mochte ich auf Anhieb, aber in "Verführt: Lila & Ethan" kam eine Seite von ihm zum Vorschein, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Auch von seiner Vergangenheit erfuhr ich mehr und auch das hatte ich nicht kommen sehen und es hat mich sehr mitgenommen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und jeder geht anders damit um, deswegen konnte ich auch sein Verhalten nachvollziehen, auch wenn es nicht ganz so erschreckend wie Lila's war. Das ausgerechnet die beiden zueinander gefunden hatten, hat mich ziemlich überrascht, da sie so verschieden sind. Aber man sagt ja immer, dass sich Gegensätze anziehen. Es hat mir sehr gut gefallen, dass sie am Anfang nur Freunde waren, es zwar eine sexuelle Spannung zwischen ihnen gab, aber diese nicht gleich ausgelebt wurde. So blieb auch für mich als Leserin diese Spannung bestehen. Und durch die Freundschaft haben sie sich sehr gut kennengelernt, wenn auch die extremsten Geheimnisse erst nach einer Weile ausgetauscht wurden. Dennoch kannten sie die besten und die schlechtesten Seiten des anderen und es hat trotzdem zu einem Happy End geführt. Schön fand ich natürlich auch das Wiedersehen mit Ella und Micha, da ich die beiden auch ins herz geschlossen hatte. Was mir jedoch nicht gefällt ist, dass die Reihen von Jessica Sorensen nicht zuende übersetzt werden und somit diese Trilogie sehr offen endet. Ich hätte mir wirklich einen runden Abschluss gewünscht und bin deswegen etwas unzufrieden und enttäuscht, wofür ja aber die Autorin nichts kann. Ich liebe ihre Bücher, da sie einfach so authentisch sind und mich berühren und werde defintiv auch ihre anderen Werke lesen.
 
Fazit:
Bis auf die Covergestaltung und das offene Ende fand ich auch dieses Buch von Jessica Sorensen überwältigend, jedoch ziehe ich aufgrund dieser Mängel eine Eule ab, da diese Aspekte ja auch in meine Bewertung hineinspielen. Ich empfehle aber wieder jedem das Buch bzw. die komplette Trilogie, der gerne authentische New Adult-Romane lesen will, die das Herz berühren.

Bewertung (1-5 Eulen möglich):

Montag, 1. Dezember 2014

Monatsrückblick November

Gelesene Bücher im November 2014:








Wörtlich:

"Solange die Nachtigall singt" von Antonia Michaelis - 448 Seiten - 5 von 5 Bewertungseulen - Rezi
"Ein Geschenk von Bob: Ein Wintermärchen mit dem Streuner" von James Bowen - 184 Seiten - 5 von 5
Bewertungseulen - Rezi
"Das Geheimnis von Ella & Micha" (Ella & Micha 1) von Jessica Sorensen - 288 Seiten - 4 von 5 Bewertungseulen - Rezi
"Für immer Ella & Micha" (Ella & Micha 2) von Jessica Sorensen - 352 Seiten - 5 von 5 Bewertungseulen - Rezi

gelesene Seiten im November 2014: 1272
gelesene Seiten im Jahr 2014: 5451
gelesene Bücher im Jahr 2014: 17
Zwischenstand Spardose:  17€

Monats-Top:

Ich kann mich leider nicht für ein Buch entscheiden, da ich alle 4 klasse fand. Demnach sind sie alle Monats-Tops. :)

Monats-Flop:
/

Neuzugänge im November 2014 (da ich für den Oktober keinen Monatsrückblick gemacht habe, nehme ich hier gleich noch die Oktober-Neuzugänge mit rein):















Geschenkt bekommen (durch Büchergutscheine zum Geburtstag):
"Das wirst du bereuen" von Amanda Maciel
"Blind Walk" von Patricia Schröder
"Stigmata: Nichts bleibt verborgen" von Beatrix Gurian
"Obsidian: Schattendunkel" von Jennifer L. Armentrout
"Im Herzen der Zorn" von Elizabeth Miles
"Edelstein-Trilogie" von Kerstin Gier
"Ein Geschenk von Bob" von James Bowen
"Weil ich Will liebe" (Will & Layken 2) von Colleen Hoover
"Die Liebe von Callie & Kayden" (Callie & Kayden 2) von Jessica Sorensen
"Füreinander bestimmt: Violet & Luke" (Callie & Kayden 3) von Jessica Sorensen
"Nova & Quinton 1: True Love" von Jessica Sorensen
"Nova & Quinton 2: Second Chance" von Jessica Sorensen

Gekauft:
"Für immer Ella & Micha" (Ella & Micha 2) von Jessica Sorensen

Gewonnen:
"Verführt: Lila & Ethan" (Ella & Micha 3) von Jessica Sorensen

Tauschbücher:
"Der Geschmack von Sommerregen" von Julie Leuze
"Addicted to you 2: Schwerelos" von m. Leighton
"Addicted to you 3: bedingungslos" von M. Leighton
"Weil ich Layken liebe" (Will & Layken 1) von Colleen Hoover

Rezensionsexemplare:
Autorin: "Dear Sister 1: ...ich würde sterben für dich" von Maya Shepherd
dtv: "The Diviners: Aller Anfang ist böse" von Libba Bray
Droemer Knaur: "Kirschblütentage" von Nancy Salchow
Dressler: "Nightmares! Die Schrecken der Nacht" von Jason Segel
dtv: "A little too far" von Lisa Desrochers
dtv: "Hope Forever" von Colleen Hoover

Donnerstag, 27. November 2014

Rezension: "Für immer Ella & Micha" (Ella & Micha 2) von Jessica Sorensen

Titel: Für immer Ella & Micha (Ella & Micha 2)
Autor: Jessica Sorensen
Seitenanzahl:
352 
Genre: New Adult   
Verlag: Heyne  
Erscheinungsdatum: Januar 2014
ISBN:
978-3453417731

Die Reihe:



 





Inhaltsangabe:
Während Micha sich einen Traum erfüllt und mit seiner Band auf Tour geht, ist Ella ans College zurückgekehrt. Sie sehnt sich nach Micha, aber in letzter Zeit sind die gemeinsamen Momente selten geworden. Zugleich machen die Abgründe in ihrer Familie es Ella schwer, an ihr Glück zu glauben. Sie will Micha auf jeden Fall davor schützen, und eines Tages trifft sie eine radikale Entscheidung, die sie für immer von ihm entfernen könnte.

Cover:
Ich finde schon, dass das Cover zu einem New Adult-Roman passt, allerdings passt es meiner Meinung nach - genau wie das Cover des ersten Teils - nicht zur Geschichte um Ella und Micha, da die beiden einfach anders aussehen. Die Protagonisten sehen weniger "brav" aus, als das Paar auf dem Cover. Ich hätte mir gewünscht, dass das Originalcover übernommen worden wäre. Die Platzierung von Titel und Name der Autorin gefällt mir gut und auch die türkise Farbe finde ich gut.

Meine Meinung: Achtung Spoiler!
Gleich nachdem ich "Das Geheimnis von Ella & Micha" beendet hatte, musste ich mit dem zweiten Teil fortfahren und das war auch gut so, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es mit den beiden weitergeht und "Für immer Ella & Micha" knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Micha ist nun mit seiner Band auf Tour und Ella zurück am College und ich habe erfahren, wie die beiden mit dieser räumlichen Trennung umgehen. Dass natürlich nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist und sie weiterhin mit einigen Problemen zu kämpfen haben und die Distanz es nicht besser macht, war mir ziemlich schnell klar. Besonders weil gerade Ella noch sehr viel Ballast aus ihrer Vergangenheit mit sich herumschleppt. Sie versucht, mit allem klarzukommen und hat sich dafür therapeutische Hilfe gesucht, was mich sehr erstaunt hat. Allerdings war es eine gute Entscheidung und ich fand die Einblicke in die Sitzungen sehr interessant und auch wichtig für die Geschichte, da ich als Leserin so gut ihren Kampf gegen ihre inneren Dämonen nachvollziehen konnte. Auch hat man noch weitere Details aus ihrer und Michas Vergangenheit erfahren. Jessica Sorensen hat es geschafft, dass mir die Protagonisten auch im zweiten Teil noch sympathisch waren und auch Lila und Ethan sind mir mehr ans Herz gewachsen, da sie immer deutlicher in den Vordergrund traten. Auch Michas Dämonen lassen ihn nicht los und es kommt zu ein paar heiklen Situationen mit seinem Vater, aber auch zwischen Ella und ihm. Die erotischen Szenen kamen auch in "Für immer Ella & Micha" nicht zu kurz, allerdings waren sie nicht ganz so ausgeprägt wie im ersten Teil, was mir aber auch nichts ausmachte. Es war ein gesundes Maß und vor allem waren sie auch wieder nicht plump oder unpassend. Ich fand die gesamte Geschichte wieder sehr real, schön, emotional und romantisch. Teils hat sie mich zum nachdenken angeregt, teils zum lächeln und seufzen gebracht, ich musste grinsen und hatte auch ab und an Mitleid mit den Protagonisten. Das Ende fand ich sehr passend, ich bin damit wirklich zufrieden und finde, dass es ein guter Abschluss ist. Natürlich würde ich mich aber auch über eine Fortsetzung von Ella und Micha freuen. Nun werde ich mich aber erstmal dem letzten Teil der Trilogie widmen und in "Verführt: Lila & Ethan" mehr über die beiden besten Freunde erfahren. ;)

Fazit:
Mir hat der zweite Teil der Ella und Micha-Trilogie sehr gut gefallen und ich habe nur etwas am Cover auszusetzen, weswegen ich aber keine Bewertungseule abziehe, da ich mit der Geschichte rund um zufrieden war. Ich empfehle das Buch allen weiter, die gerne New Adult lesen und reale, romantische, nichts-beschönigende Geschichten mögen. Denn in den Büchern von Jessica Sorensen ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Bewertung (1-5 Eulen möglich):